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Paragleiter am Brauneck

Eine Seilbahn fährt hoch zum Brauneck, der sich aber auch sehr gut zu Fuß erklimmen lässt. Bei traumhaft schönem Wetter bietet sich dem Auge ein großartiges Panorama. Der Blick schweift über den Starnberger See und München weit hinaus und wandert weiter bis zur gegenüber liegenden Kette der Bayrischen Alpen.

Hoch am tiefblauen Himmel leuchten die farbintensiven Schirme einiger Paragleiter, und auch Drachenflieger ziehen langsam ihre Bahn. Der Brauneck ist offensichtlich für diesen Flugsport ein optimaler Berg. Bis zum frühen Abend stehen immer wieder Paragleiterpiloten mit ihren flach ausgebreiteten Schirmen am Wiesenhang in Startposition, auf günstigen Wind wartend, um sich in die Lüfte erheben zu können.

Einzeln oder zu zweit an einem Schirm hängend, die blauen Berge vor Augen, gleiten sie diesen entgegen, wenden und kreisen über dem weiten Tal, oder schweben, an Höhe gewinnend, hoch über dem Brauneck.

Es ist schon beindruckend zu sehen, wie Menschen sich durch den Luftraum bewegen, ausschließlich Wind und Thermik mit dem Schirm nutzend, leicht und leise wie ein Vogel, hoch über Berge und über kilometerweite Strecken.

Die Gleitschirme können ihre Piloten bei günstiger Thermik bis über 400 km weit tragen. Dabei erreichen sie eine Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h. Der Pilot sitzt bequem in seinem Gurtzeug und steuert mittels zweier Steuerleinen seinen etwa 8 kg schweren Schirm, der aus speziellem Nylontuch und reißfesten Spezialleinen besteht. Bei geeigneten Aufwinden kann der Pilot stundenlang fliegen und dabei auch seine Höhe variieren. Ein Start ist nur bei mäßigem Gegenwind möglich. Die Luft strömt dabei in den schlaffen Schirm und bläht diesen zu einem riesigen Tragflügel auf. Ist der Wind böig, dann wird die Geduld des Piloten auf eine Probe gestellt. Manchmal dauert es etliche Minuten, bis eine geeignete Windströmung den wartenden Piloten mit einem erfolgreichen Start belohnt. Ein zielsicheres Landen ist kein Problem, da der Schirm mittels der beiden Steuerleinen auf den Meter genau gesteuert werden kann.

Siehe auch: Drachenflieger am Brauneck.

Diese Fotos können im Format 600x400 angesehen werden.

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© Gisela und Joachim Petersen

Im Oktober 2006 fotografiert mit Canon EOS 10D (3072x2048 Pixel) als RAW.