Das Atomkraftwerk Stade - eine kurze fotografische AnnäherungDas AKW Stade ist symbolträchtig, weil es das erste AKW ist, welches nach dem Zustandekommen des Atomkonsens endgültig vom Netz ging. Kürzlich geriet es noch einmal in die öffentlichen Schlagzeilen, als es Atomkraftgegnern mehrfach gelang, den Transport der letzten abgebrannten Brennelemente auf ihrem Weg in die Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague zu stoppen. Jetzt ist es eine Atomruine also, innen strahlendes Fossil, das irgendwann zerlegt seinen letzten Weg in ein atomares End?-Zwischen?-Lager antritt. Bewegend der Kontrast zwischen weißem Elbstrand unter blauem Himmel und der rostbraunen Spundwand, welche oben stacheldrahtbewehrt den weiteren Weg versperrt. Dahinter das nicht zu begreifende Gefährliche, die Radioaktivität, eingesperrt unter einer bei Sonnenlicht weithin hell leuchtenden halbkugelförmigen Kuppel. Potentieller Strahlentod, mit den Sinnen nicht wahrnehmbar, neben einer Naturidylle. In die Erinnerung drängen sich Fernsehbilder der Jahre 1986 und später aus der Todeszone um Tschernobyl: Scheinbar intakte Natur, verwaist von Mensch und Tier, verstärkte das Grauen vor der Unheimlichkeit des atomaren Todes. Der Blick schweift über den Elbstrand. Menschen gehen am Strand entlang oder liegen im hellen Sand. Erleichterung. Hier ist alles gutgegangen. Woanders aber ticken atomare Zeitbomben, häuft sich Müll, strahlend fast bis in die Ewigkeit. Endzulagern irgendwo im Nirgendwo. Wahnsinn. Diese Fotos können im Format 600x400 angesehen werden. | ||||
© Gisela und Joachim Petersen Am 07.05.2005 fotografiert mit Canon EOS 10D (3072x2048 Pixel) als RAW. Siehe auch: Das AKW Brokdorf - eine kurze fotografische Annäherung Das AKW Brunsbüttel - eine kurze fotografische Annäherung AKW Krümmel - eine kurze fotografische Annäherung Nie gebrütet: Schneller Brüter in Kalkar Anti-Atom-Seite bei Subkontur mit vielen Fotoberichten. | ||||